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Die Auswirkungen von sexualisierter Gewalt

 

Weisser Ring

 

 

 

 

Infokampagne "SCHULDIG" Weisser Ring

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seelisch, körperlich oder sexuell misshandelte Kinder tragen außerordentlich vielfältige, unspezifische und unterschiedliche Symptome.

 

Auswirkungen von Gewalthandlungen können sich auf der Gefühls-, Verhaltens- und Körperebene ergeben.

Dabei spielen die Art der Gewalt und ihre Dimensionen eine Rolle, die Tatsache, ob das Opfer ein Junge oder ein Mädchen ist und Verletzungen, die in einem direkten Zusammenhang zum Gewaltakt stehen. In einigen Fällen sind diese drei Faktoren nicht klar zu trennen, da sie miteinander in Verbindung stehen können.

 

Die Folgen von sexualisierter Gewalt sind um so größer und die Erinnerungen für das Opfer um so belastender,

 

  • je größer der Altersunterschied und die verwandtschaftliche Nähe zwischen dem Täter und Opfer ist,
  • je länger die sexualisierte Gewalt andauert,
  • je jünger das Kind bei Beginn der Tat ist
  • je mehr Gewalt (emotional, physisch und psychisch) angedroht und angewendet wird,
  • je vollständiger die Geheimhaltung und der damit einhergehende Druck auf das Kind ausgeübt wird und weiterhin
  • je weniger beschützende und vertrauensvolle Personen dem Kind als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

 

Auf der Gefühlsebene können in Folge von sexuellem Missbrauch starkes Empfinden der Scham, der Schuld und der Wertlosigkeit entstehen. Die Integrität des Opfers wird zerstört. Das Opfer lehnt zumeist seinen eigenen Körper ab, da sein Selbstbild gestört ist. Betroffene Kinder können nur schwer Vertrauen in sich und andere erlangen das Opfer empfindet sich darüber hinaus häufig als beziehungsunfähig.

 

Eine Folge von sexualisierten Gewalterfahrungen kann die Angst sein, Beziehungen einzugehen, bzw. die Angst, das dazu benötigte Vertrauen nicht aufbringen zu können.

Auch das spätere eigene Sexualleben des Opfers kann durch die Folgen der sexualisierten Gewaltanwendung gestört werden. Aufgrund dessen, dass Zwang und Gewalt mit sexuellen Handlungen einhergehen, überblickt das Kind nicht die Bedeutung des eigenen Sexuallebens und erfährt Widerwillen gegenüber seinem späteren Partner. Die intime Nähe zum Partner kann dazu führen, dass Erinnerungen aufkommen, dass die Kontrolle nicht gewahrt werden und nicht selbst entschieden werden kann. Das spätere Sexualleben kann durch diese traumatischen Erfahrungen also nicht natürlich, gewünscht und positiv erfahren werden.

 

Zu Auswirkungen sexualisierter Gewalt auf der Verhaltensebene werden

 

  • selbstdestruktives Verhalten
  • Bettnässen
  • chronisches Weglaufen
  • wiederholte Suizidversuche

 

gezählt.

 

Jungen werden aufgrund von Gewaltanwendung oft aggressiv.

Sie wollen damit ihre Männlichkeit unter Beweis stellen, aber auch die Kontrolle behalten, die ihnen so einschneidend genommen wurde.

Jungen kompensieren dadurch ihre Angst vor Homosexualität.

 

Die Folgen auf der Körperebene sind dadurch gekennzeichnet, dass der Körper auf die Psyche reagiert und dies meist unbewusst erfolgt.

Im Folgenden soll auf verschiedene Symptome sexueller Gewalteinwirkung auf der Körperebene eingegangen werden. Dabei ist zu beachten, dass weder alle genannten Symptome unbedingt zur Ausprägung kommen müssen, noch dass man von dem Vorhandensein dieser Symptome zwingend auf eine sexuelle Gewaltanwendung schließen kann, da auch andere traumatische Ereignisse (z.B. Verkehrsunfälle, Todesfälle) zu den beschriebenen Störungen führen können.

 

Anhaltende und ätiologisch unklare Körperbeschwerden sind im Kontext von Anamnese und Verhaltensauffälligkeiten ein möglicher Hinweis auf eine sexualisierte Gewaltanwendung:

 

  • Dissoziative Störungen
  • Psychosomatische Störungen
  • Essstörungen


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