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Daten und Fakten

 

Opfer

Laut Studien wird jedes 3. bis 4. Mädchen und jeder 6. bis 7. Junge - im Alter zwischen 0 und 16 Jahren - Opfer von sexueller Gewalt. Statistisch gesehen bedeutet dies für Vorarlberg, dass derzeit 5.716 Jungen und 10.129 Mädchen - zwischen 0 und 16 Jahren - in Vorarlberg leben, die gerade jetzt Erfahrungen mit sexueller Gewalt machen. In einer durchschnittlichen Schulklasse mit 25 Schülern (13 w/12m) bedeutet dies, dass im Schnitt 3,7 Mädchen und 1,8 Jungen von sexueller Gewalt betroffen sind. Hilfe erfahren unsere Kinder jedoch nur selten wie weiter unten angeführte Studien belegen.

Laut Statistik leben somit weiters noch 22.239 Männer und 43.344 Frauen - im Alter zwischen 17 und 100 - in Vorarlberg, die ihre Erfahrung mit sexueller Gewalt bereits "hinter sich" haben.

 

Aus Studien aus Deutschland und der Schweiz geht weiters hervor:

 

  • Jede 5. bis 7. Frau wird Opfer einer Vergewaltigung
  • 58% der Frauen haben sexuelle Belästigung erlebt
  • 25% der Frauen haben sexuelle Gewalt in der Kindheit erlebt
  • 19% der Frauen haben körperliche und sexuelle Gewalt durch frühere/aktuelle Partner erlebt

 

Täter

Sexuelle Gewalt findet hauptsächlich in der Familie und im nahen sozialen Umfeld eines Kindes statt. In einer Umfrage 2008 unter 318 VorarlbergerInnen, die als Kind Opfer von sexueller Gewalt wurden, haben diese folgende Tätergruppen angegeben:

  • Bekannter der Familie (Freunde des Vaters/der Mutter)
  • Vater
  • Stiefvater
  • Nachbar
  • Geistlicher
  • Erzieher
  • Lehrer
  • Trainer
  • Bruder
  • sonst. Bekannter des Kindes (älterer Freund, Freund der Geschwister)

 

Aus der Umfrage aus dem Jahr 2008 ging übrigens auch hervor, dass 70% der Opfer sich als Kinder an ihre Mutter bezüglich der Übergriffe gewandt haben bzw. die Übergriffe so offensichtlich waren, dass die Mutter bereits in Kenntnis darüber war. Oft sogar jahrelang. Das Wegschauen beginnt meist in der eigenen Familie. Erst dann zieht es sich durch alle anderen Lebensbereiche eines Kindes...

 

Täterschutz

Zur Strafverfolgung der Delikte „Vergewaltigung“ und „Sexuelle Nötigung“ existieren nur zwei repräsentative Studien, die sich auf Österreich beziehen. Obwohl zwischen diesen beiden Untersuchungen eine Zeitdifferenz von fast zwei Jahrzehnten liegt, zeigt sich eine bedrückende Ähnlichkeit der Ergebnisse. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass hinsichtlich der verschwindend geringen Verurteilungsquote keine nennenswerten Verbesserungen zugunsten von Betroffenen in den letzten 20 Jahren zu vermerken sind.

(vgl. Breiter 1995; Kelly/Seith 2009).

 

Hier die wesentlichen Ergebnisse der beiden Studien im Vergleich:

Marion Breiter kommt in ihren Forschungen unter Berücksichtigung einer Dunkelzifferrelation von 1: 10 (Richtwert BM für Inneres) zu folgenden Ergebnissen:

 

  • weniger als 2% der sexuellen Gewalttäter werden vor Gericht zitiert und
  • weniger als 1% der Täter erhalten eine unbedingte Freiheitsstrafe.

 

In der 2009 veröffentlichten europäischen Studie zeigte sich erneut, dass
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  • in Österreich nicht einmal eine von zehn Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht wird
  • und nicht einmal jede 5. Anklage zu einer Verurteilung führt.

Quellenangaben: 
Kelly, Liz; Seith, Corinna (2009): Different systems, similar outcomes. Tracking attrition in reported rape cases in 11 countries. Europäische Projektstudie
Breiter, Marion (1995): Vergewaltigung. Ein Verbrechen ohne Folgen?. Wien. Verlag für Gesellschaftskritik

 

Eine Studie der UNO schätzt übrigens den kommerziellen Vertrieb von Kinderpornografie höher ein, als den des illegalen Waffenhandels. Von einem Milliardengeschäft an Kinderbilder- und Videos kann hier ausgegangen werden! So ist seit Bestehen des Internets für den Hausgebrauch der Kampf gegen die Kinderpornografie bereits verloren. Wird eine Seite gelöscht, existiert bereits die Nächste mit dem selben Inhalt. Gedeckt von allen die finanziell davon profitieren - ganz legal.

 

So scheint unsere Rechtsprechung ganz offensichtlich nicht das geeignete Instrument zu sein, um Sadisten davon abzuhalten, sich in Form von sexueller Gewalt an Schwächeren zu vergehen. Die Rechtsprechung scheint umgekehrt auch nicht das geeignete Instrument zu sein, um Opfer von ihren Verletzungen - entstandenen durch die Gewaltanwendung, den Machtmissbrauch - meist Verursacht durch Autoritätspersonen - zu heilen.

Es stellt sich dann die Frage, wie die Gewaltanwendung an Kindern künftig eingedämmt werden kann?

Artikel Frankfurter Rundschau



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